Mittwoch 19. September 2018
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Profeßerneuerung in der Schwesternprovinz Deutschland

„Dem Deutschen Orden gehört mein Leben“

13.08.2008

Am Sonntag, dem 10. August 2008, erneuerten fünf Schwestern der Provinz Deutschland des Deutschen Ordens vor dem Hochmeister und ihrer Provinzoberin ihre Ordensgelübde in einem festlichen Pontifikalamt, zu dem Angehörige, Freunde und Gäste aus vielen Regionen Deutschlands nach Passau gekommen waren.

 

Sr. Christiana Sosnowski (Passau) und Sr. Roberta Gerlich (Bad Alexandersbad) erneuerten nach 60 Jahren ihr Versprechen, Sr. Aloisia Prieler (Bad Alexandersbad), Sr. Elisabeth Steidl (Tittling) und Sr. Kunigunde Nöbauer (Köln) begingen ihr Goldenes Professjubiläum. Zu den 60ern gehört auch Sr. Richardis Bier, die aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Passau kommen konnte. Sr. Mathilde Punzet, die sich lange auf diesen Tag gefreut hatte, verstarb wenige Wochen zuvor. Von ihr stammte der zu Beginn des festlichen Gottesdienstes vom Stadtdekan Domkapitular Reiner zitierte Satz: „Dem Deutschen Orden gehört mein Leben, ihm hab´ ich mich geweiht, ihm mich ganz ergeben für Zeit und Ewigkeit." Wie ein Motto stand dieser Satz über dem Tag, der von großer Dankbarkeit geprägt war.

 

Mit dem Hochmeister konzelebrierten der Generalrat der Deutschen Provinz, P. Frank Bayard, der Prior der Provinz, P. Norbert Thüx, sowie der erste Provinzrat, P. Laurentius Meißner; zudem Stadtpfarrer Reiner sowie Pfr. Vogl aus Wunsiedel und Pfarrer Berens aus Köln, die den Schwestern seit vielen Jahren verbunden sind.

 

In seiner Festpredigt würdigte Hochmeister Bruno Platter das Lebenswerk der Schwestern, die in ganz unterschiedlichen Funktionen und auf ganz verschiedenen Wegen ihr Versprechen in täglicher Treue im Kleinen verwirklicht hätten: „Ein ganzes, reich erfülltes Leben voller Einsatz, voller liebender Hingabe an die Menschen und voller Anbetung Gottes haben Sie auf Ihr Ja-Wort aufgebaut. Und Gott hat Sie gesegnet und begleitet durch alle Höhen und Tiefen, in Freud und Leid, auch in der Krankheit!" Der Deutsche Orden sei den Schwestern für dieses Zeugnis zu tiefem Dank verpflichtet, so wie die Schwestern diesen Dank „gleichsam als einen großen Erntedank" heute vor Gott brächten.

 

Frau Provinzoberin Sr. Mirjam Müller griff diese Gedanken des Hochmeisters auf und verwies darauf, dass das Zeugnis dieser Schwestern daran erinnere, „dass auch nach dem Krieg in der Zeit des Hungers und des Wiederaufbaus nach dem Wahnsinn des Dritten Reiches ein Eintritt in den Deutschen Orden immer noch ein Wagnis bedeutete - keinerlei wirtschaftliche oder soziale Absicherung, keine Zeit für mystische Höhenflüge, Fremdheit in der eigenen Heimat."

 

Der stellvertr. Deutschherrenmeister Dr. Michael Schörnig gratulierte den Jubilarinnen im Namen der Familiaren. Viele Confratres waren aus ganz Deutschland gekommen, um dieses Fest mit den Schwestern zu feiern.

 

Nach dem gemeinsamen Mittagessen gab es bei Kaffee und Kuchen im weiten Klostergarten von St. Nikola viel Zeit und Gelegenheit zum Gespräch. Die gemeinsame Vesper bot eine weitere Gelegenheit, Gott für das Geschenk der Treue und Beharrlichkeit zu danken.

http://deutscher-orden.org/