Mittwoch 19. Dezember 2018
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„Das Zeichen der Liebe Gottes und unseres Ordens“

Feierliche Investitur von Weihbischof Pieschl und Prälat Kaspar in Wien

01.10.2008 

Im Rahmen eines festlichen Pontifikalamtes hat der Hochmeister am 30. September 2008 den hochw.sten Herrn Weihbischof in Limburg, Exz. Gerhard Pieschl, und den stv. Generalvikar und Bischofsvikar für die Ordensinstitute und die Geistlichen Gemeinschaften im Bistum Limburg, Prälat Prof. DDr. Franz Kaspar, in das Institut der Familiaren aufgenommen.

Dazu waren aus Deutschland der Deutschherrenkanzler, Gerhard Hartmann, und der Geistliche Assistent der Ballei, Domvikar Ulrich Bonin, sowie eine Abordnung von Familiaren aus der Komturei „An Rhein und Main" unter Führung des Komturs Gerhard Ley nach Wien gekommen. Zum Pontifikalamt konnte der Hochmeister auch den Balleimeister der Ballei Österreich sowie Confratres aus Wien willkommen heißen.

 

In seiner Homilie ging der Hochmeister zunächst auf die langjährige freundschaftliche Verbundenheit zwischen dem Weihbischof und dem Deutschen Orden ein. Diese rühre ganz sicher auch von der Erfahrung der Vertreibung aus der sudetendeutschen Heimat nach dem Ende des II. Weltkriegs her, die der Weihbischof mit vielen Brüdern und Schwestern des Ordens in Deutschland teile. Ihren tiefsten Grund aber habe sie in der Aufgabe, die der Orden als Gemeinschaft päpstlichen Rechtes in der Mitte der Kirche habe: „die Verkündigung der Frohbotschaft von der erlösenden Liebe Gottes zu allen Menschen!"

Er dankte dem Weihbischof und dem Bischofsvikar für ihre Bereitschaft, am Leben der Ordensgemeinschaft nun noch enger teilzunehmen und stellte dabei die Gottesmutter Maria, die im Orden als Unsere Liebe Frau vom Deutschen Haus in Jerusalem verehrt wird, als Vorbild heraus: „Unsere Ordensregel ermahnt uns, `ihr Bild tief in unserem Herzen (zu) tragen´ und uns `restlos einzusetzen für Christi Reich´ (Brüderregel 67). Ihr großes Wort bei der Hochzeit zu Kana - wir hörten es eben im Evangelium - `Was er euch sagt, das tut!´ gilt uns Brüdern, Schwestern und Familiaren heute noch."

Nach der Ansprache traten die beiden Prälaten vor und versprachen, den Orden „durch Gebet, persönlichen Einsatz und tatkräftige Hilfe" in seinem Wirken zu unterstützen. Dann überreichte der Hochmeister nach alter Tradition die Mozetta des Ordens und das Ordenskreuz mit den Worten: „Nimm dieses Kreuz, das Zeichen der Liebe Gottes und unseres Ordens. Wenn du dieses Kreuz trägst, bemühe dich, den Menschen ein gutes Vorbild in Wort und Werk zu sein, um damit zu erweisen, dass Gott in dir und mit dir ist. Dir aber sei es Kraft und Stärke im Leben, Trost und Zuversicht im Sterben, Ehre und Ruhm in alle Ewigkeit."

Mit dem Te Deum und einem Gruß an die Gottesmutter endete der festliche Gottesdienst, der von „Ars Musica" unter der Leitung von Dommusikus Mag. Thomas Dolezal mit der Missa brevis in D von W. A. Mozart (KV 194) auf eindrucksvolle Weise mitgestaltet wurde. Ein Empfang in der Sala terrena und ein gemeinsames Essen im Rittersaal des Deutschen Hauses schlossen sich an.


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