Sonntag 27. Mai 2018
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800 Jahre Deutscher Orden in Ellingen

Eröffnung der Ausstellung zur landkomturlichen Residenz Ellingen

Als Kaiser Friedrich II. am 8. September 1216 das einige Jahrzehnte vorher gestiftete Hospital zu Ellingen den Brüdern vom Deutschen Haus übertrug, war damit zwar die Keimzelle für die spätere Landkommende der Ballei Franken geschaffen, aber es war zunächst eine Schenkung unter anderen. Im gleichen Jahr wurden dem Orden Hospitäler in Koblenz und Köln geschenkt, ebenso wie schon zuvor etwa Halle an der Saale (1200), Friesach (1203) oder Altenburg (1213). Man vertraute dem Orden diese Armen-, Pilger- und Krankeneinrichtungen an, weil er sich als Hospitalorden erste Verdienste erworben hatte und er, wie man heute sagen würde, über das nötige Knowhow verfügte. Wann genau Ellingen Landkommende, also Residenz des Landkomturs wurde, ist nicht ganz sicher, irgendwann in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts dürfte es diese Funktion erlangt haben. Das, womit der Deutsche Orden die Stadt bis heute am augenfälligsten prägt, sind die barocken Bauten wie Schloss, Rathaus und Pfarrkirche, die vor allem unter Landkomtur Freiherr von Hornstein, dessen Mumie in der Ellinger Mariahilfkapelle ruht, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden. Nachdem Ellingen 1789 dem von Mergentheim aus regierten Meistertum inkorporiert wurde, verlor es seinen Residenzstatus und wurde im Zuge der napoleonischen Umwälzungen und der Enteignung des Ordens schließlich 1815 Feldmarschall Fürst Wrede übertragen.

Professjubiläen in der deutschen Schwesternprovinz

07.08.2016

© Deutscher Orden„Guter Gott, ich danke dir, dass du mich berufen hast, den Weg der Nachfolge Christi zu gehen.“ Dank für Berufung und Nachfolge prägten die Feierlichkeiten aus Anlass der heurigen Professjubiläen in der Schwesternprovinz Deutschland. Vor 65 Jahren legten Sr. Irmengard Czech (Konvent Bad Alexandersbad), Sr. Maria-Immaculata Niederle, Sr. Gottfrieda Kolb (beide Provinzhaus Passau) sowie Sr. Anakleta Kolb (Konvent Köln) ihre ewigen Gelübde ab und versprachen damit auf Dauer, ihre persönliche Berufung als Schwester des Deutschen Ordens im Dienst an den Menschen zu entfalten und in den vielfältigen Einsatzbereichen der Schwestern durch ihr „helfen und heilen“ im Geiste der Ordensspiritualität zu wirken. „Ich bitte dich, erhalte mich in deiner Liebe und Treue,“ lautet auch ihr neben den erneuerten Gelübden vorgebrachtes Anliegen für die Zukunft, welches Sie vor dem Hochmeister, der Schwesterngemeinschaft, den anwesenden Familiaren und der versammelten Kirchengemeinde öffentlich bekundeten.

25 Jahre Deutschordenswerke

Brüderprovinz Deutschland

Deutscher Orden Ordenswerke, ALFRED SCHMIDTAls der Deutsche Orden 1990 sein 800-jähriges Bestehen feierte, entschieden sich die Brüder der Deutschen Provinz, ihr Ursprungscharisma, das HELFEN UND HEILEN, in die neue Zeit zu übersetzen: Und so legte der Orden mit der Eröffnung seiner ersten Einrichtung – der Wohn- und Pflegeeinrichtung Haus St. Anna in Raisdorf – den Grundstein für die in seinem Auftrag karitativ tätigen Ordenswerke.

Im Juli diesen Jahres feierten die Ordenswerke, die sich heute mit rund 2800 Mitarbeitern in bundesweit 53 Einrichtungen, 40 externen Wohnangeboten und 19 Diensten in den Fachbereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe, Kinder-/Jugendhilfe und Suchthilfe engagieren, ihr 25-jähriges Bestehen.

Priesterweihe und Primiz in der Ballei Österreich

02.-03.07.2016

(c) www.vikariatsued.at„Und wenn du das Herz eines Menschen berührst, begegnest du Gott selbst!“

 

Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen empfing in der Deutschordenskirche St. Michael in Gumpoldskirchen am Samstag, dem 02. Juli, P. Piotr Rychel aus Gdynia (Gdingen) in Polen durch Handauflegung und Gebet des Bischofs von Eisenstadt, Dr. Ägidius J. Zsifkovics, die Priesterweihe. Mit dem Hochmeister des Deutschen Ordens, Dr. Bruno Platter, und dem Prior der Ballei Österreich, Prior P. Johannes Kellner, waren alle Brüder der Provinz gekommen, zudem Mitbrüder aus den Provinzen Deutschland, aus Tschechien, Südtirol und der Slowakei. Auch Ordensschwestern sowie Familiaren waren der Einladung von P. Piotr gefolgt.

 

"Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist"

Hochmeister spendet 2016 188 Jugendlichen das Sakrament der Firmung

 

Mit der am Samstag, 25. Juni, an 12 Mädchen und Burschen in Herrnbaumgarten bei Poysdorf gespendeten Firmung ging der diesjährige Reigen der von Hochmeister gespendeten Firmungen zu Ende. In monatelangen Vorbereitungen durch Gruppengespräche, Glaubensunterricht, Besinnungsveranstaltungen, Kennenlernen der Pfarrgemeinde und Mitgestaltung von Gottesdiensten wurden die Jugendlichen überall gründlich auf dieses Sakrament am Beginn des Jugendalters eingestimmt und vorbereitet. In seiner Ansprache vergaß der Hochmeister deshalb auch nie, den dabei engagierten Frauen, meist Pfarrgemeinderatsmitglieder aufrichtig für diesen wichtigen Dienst zu danken. Während die Firmlinge in Südtirol (Lana, Sarnthein) bei der Firmung meist 12 Jahre alt sind, werden sie in Österreich (Steyr, Schottenfeld, Herrnbaumgarten) in der Regel im Alter zwischen 14 und 16 Jahren gefirmt. In allen fünf Pfarren wurde die Firmung als ein großes und mit viel Liebe gestaltetes Glaubensfest ausgerichtet. Kirchenchor oder Jugendband gaben jeweils ihr Bestes und die Firmlinge waren in der Gestaltung der Liturgie bei Kyrie-Litanei, Fürbitten und Gabenbereitung eingebunden.

 

 

70 Jahre Deutschordensseelsorge

St. Laurenz am Schottenfeld

Eingebettet in die Häuser des 7. Wiener Gemeindebezirkes befindet sich die 1786 geweihte und zur Pfarrkirche erhobene Kirche St. Laurenz am Schottenfeld, die bis heute zu den inkorporierten Pfarren des im Jahre 1155 gegründeten Schottenklosters im 1. Wiener Gemeindebezirk gehört. Nachdem der Zweite Weltkrieg auch für den Deutschen Orden eine Reihe von Umwälzungen gebracht hat, so auch die Vertreibung der deutschen Brüder und Schwestern aus den angestammten Ordensgebieten in Böhmen und Mähren, mussten für diese Tätigkeitsfelder gesucht werden, die auch den Lebensunterhalt mittels Gestellungs-geldern sicherten. Dieser Situation Rechnung tragend wurde durch den späteren Hochmeister Dr. Marian Tumler mit dem Abt des Schottenstiftes, Dr. Hermann Peichl, ein zunächst auf 10 Jahre befristeter Vertrag ausgehandelt, der die seelsorgerische und schulische Betreuung der Pfarre Schottenfeld durch Priester des Deutschen Ordens vorsah und seither immer wieder verlängert wurde.

Feier zum 40. Jahrestag der Bestätigung des Kultes der hl. Dorothea von Montau in der Kathedrale zu Marienwerder/Kwidzyn (Polen)

25.06.2016

© Deutscher OrdenAm liturgischen Gedenktag der hl. Dorothea von Montau fand in der Diözese Elbing/Elblag eine Feier zum 40. Jahrestag der Bestätigung des Kultes der Klausnerin und Mystikerin durch den Heiligen Stuhl statt. Den Deutschen Orden repräsentierten dabei P. Piotr Rychel OT (Wien), Confr. Domherr André Schmeier FamOT (Allenstein/Olsztyn) sowie Confr. Dr. Janusz Trupinda FamOT (Danzig/Gdansk).

Bereits kurz nach Dorotheas Tod bemühte man sich um ihre Heiligsprechung. Dank der Anstrengungen der Kirche in Preußen und des Deutschen Ordens gab der Heilige Stuhl sein Einverständnis zu einem Heiligsprechungsprozess, der in den Jahren 1404-1406 in Marienwerder geführt wurde. Damals verhörte man fast 250 Zeugen über das Leben Dorotheas. Leider machten die schwierige politische Situation auf der italienischen Halbinsel, das westliche Schisma und die Niederlage des Deutschen Ordens in der Schlacht bei Tannenberg einen Abschluss des Verfahrens unmöglich. Die Verehrung Dorotheas nahm jedoch nicht ab, auch nicht in der schweren Zeit der Reformation. Im Jahre 1976 erkannte Papst Paul VI. den jahrhundertealten Kult Dorotheas formell an und bestätigte ihn.

 


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