Sonntag 27. Mai 2018
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Familiarenkonveniat mit Außenminister Sebastian Kurz

07.10.2016

© kathbild.at / Franz Josef RupprechtDas Konveniat der Familiarenballei Österreich am Freitag, den 7. Oktober 2016 begann mit einer Rosenkranzandacht, die von P. Frank gehalten wurde und unter intensiver Beteiligung von Confratres stattfand. Musikalisch wurde sie von Dommusikus Dolezal gerahmt.

Beim anschließenden Besuch unseres Bundesministers Sebastian Kurz war der Rittersaal wohl gefüllt, sein Vortrag und die zahlreichen Fragen zum Themenkreis Flüchtlings- und Migrationsbewegungen nach Europa vermittelten ein profundes Bild der aktuellen Lage an den Rändern Europas und in Österreich. Mit Zahlen untermauert skizzierte der Minister Mechansimen des Schlepperunwesens und politische und logistische Reaktionen darauf und sowie Szenarien möglicher weiterer Entwicklungen.

Gerade die Antworten von Minister Kurz auf Fragen der Familiaren eröffneten durch geschilderte Zusammenhänge und fundierte Informationen einen Blick hinter die Kulissen.

Die lange Nacht der Museen 2016 in der Schatzkammer des Deutschen Ordens

01.10.2016

Mit 633 Besucher verzeichnete die Schatzkammer des Deutschen Ordens in der Landen Nacht der Museen 2016 einen regen Zulauf. Dies war bei dem Großangebot von 133 Museen in Wien ein sehr guter Erfolg für unser Kunstmuseum. Sowohl bei den drei Führungen als auch bei Gesprächen mit den Saalbetreuern konnten sich unsere Besucher einen Kurzüberblick über die ausgestellten Objekte der Sammlung verschaffen und viele bekundeten, dass sie bald einen Besuch zu den üblichen Öffnungszeiten beabsichtigen.

Tag des Denkmals 2016 in der Schatzkammer des Deutschen Ordens

25.09.2016

Vom Bundesdenkmalamt wurde für 2016 das Motto „Gemeinsam unterwegs“ gewählt. Dies ermöglichte dem Deutschen Orden zusätzlich zu unserem Kunsterbe in der Schatzkammer auch die Wegspuren des „Deutschen Ordens aus 825 Jahren im Dienste der Menschen“ zu zeigen. Dieser Weg begann beim 3. Kreuzzug 1190 als Spitalbruderschaft in Akkon im Heiligen Land sowie als Ordensritterschaft zum Schutz der Pilger und später der Mission im Baltikum. In der Neuzeit war bis ins 18. Jh. die Abwehr der osmanischen Eroberungszüge gegen das christliche Mitteleuropa Ordensauftrag. In diesen Zeiten entstanden Ordensniederlassungen und Betreuungsstützpunkte auf den Kreuzfahrer- und Pilgerstraßen, welche auch durch Österreich und die Nachbarländer führten. Diese Wege konnten den 155 Besuchern, die in der kurzen Zeit von drei Stunden zu uns kamen durch Schautafeln, Graphiken und Übersichten präsentiert werden. Bei den drei Führungen gab es dazu die notwendigen Erklärungen über die Aufgaben der an diesen Fernstraßen gelegenen Ordensniederlassungen als Hospiz sowie als Leit- und Beratungsstellen für Kreuzfahrer und Pilger zu den Heiligen Stätten. Nach der Türkengefahr wandelten sich diese Stützpunkte zu humanitären, karitativen Fürsorge- und Betreuungsstätten. Besonders interessiert hat die Besucher der erstellte Stadtplan von Wien der Kreuzfahrerzeit des 13. Jh., wo unser, um 1200 gegründetes Deutschordenshaus, eine wichtige Aufgabe in der Beratung für die weitere Wegstreckenentscheidung hatte, und wo noch der alte Meilenstein nach Konstantinopel und Venedig steht. Die Besucher nutzen auch die Gelegenheit einer Gratisbesichtigung der Kunstobjekten unseres Museums. Die Darstellung und Präsentation wurde von Familiaren der Ballei Österreich gestaltet.

Investitur in Konstanz

25.09.2016

Am Wochenende des 23. bis 25. September feierte die Ballei Deutschland ihre Investitur in Konstanz am Bodensee. Im Münster Unserer Lieben Frau fanden am Samstag Pontifikalamt und Aufnahme von Kandidatinnen und Kandidaten in das Familiareninstitut des Deutschen Ordens statt, welche am Vorabend in der Dreifaltigkeitskirche zur gemeinsamen Vesper zusammengefunden haben. Münsterchor und –orchester gestalteten die Liturgie mit Mozarts Krönungsmesse, welche im von der Ordensgemeinschaft und vielen Gästen gut besuchten Gotteshaus erklang. Ausgehend von den Schriftlesungen betonte der Hochmeister in seiner Ansprache die Bedeutung des Laienapostolates und unterstrich dabei die Ressourcen der (c) Michael GlossnerSpiritualität des Deutschen Ordens. Diese ermögliche im jeweiligen gesellschaftlichen Wirkungsfeld viele Möglichkeiten des Apostolates in und für die Welt von heute. Durch die Investitur mit dem Kreuz und dem Mantel des Ordens stellen sich nun auch die Familiaren in die Traditionen des Ordens und tragen sie weiter.

 

Forschungsstelle Deutscher Orden kooperiert mit Max-Planck-Institut

22.09.2016

© Universität WürzburgDie Forschungsstelle Deutscher Orden an der Universität Würzburg wird in Zukunft eng mit dem Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt (MPI) zusammenarbeiten. Die gemeinsame Vereinbarung wurde im Rahmen eines Empfangs des Präsidenten der Universität Würzburg, Alfred Forchel, im Senatssaal am Sandering der Öffentlichkeit präsentiert. Weiters übergab der Mergentheimer Privatforscher Hans Georg Boehm zu diesem Anlass seine Abgusssammlung von Deutschordenssiegeln samt 1200 Katalogkarten. Das Ergebnis jahrzehntelanger Archivbesuche wurde der Forschungsstelle Deutscher Orden zur weiteren wissenschaftlichen Arbeit übergeben.

 

Feierliche Professen in der tschechischen Ordensprovinz

17.09.2016

(c) Marcin ZaborowskiAm Samstag, 17. September 2016, haben zwei Brüder der Tschechischen Provinz des Deutschen Ordens,  Fr. Miroslav Váňa OT und Fr. Piotr Lewinski OT, in der Hl.-Kreuz Kapelle zu Troppau ihre feierliche Profess in die Hände des Hochmeisters abgelegt. An der liturgischen Feier haben auch Generalprokurator des Ordens P. Laurentius Meißner, weitere Ordens- und Diözesanpriester aus Tschechien, Deutschordensschwestern aus der Slowakei, viele Familiaren, Freunde und Angehörige der beiden Brüder teilgenommen. Für die musikalische Gestaltung der Feier hat sich der Chor des Troppauer Ordenskonservatoriums gesorgt.

Der Deutsche Orden als unmittelbares kaiserliches Lehen 1840-1918

Sonderausstellung in der Schatzkammer des Deutschen Ordens anlässlich des 100. Todestages von Kaiser Franz Joseph I

Was der Tod des greisen Monarchen Franz Joseph in den Abendstunden des 21. November 1916 für den Deutschen Ritterorden über die sicherlich auch in seinen Reihen vorhandene Trauer um den Tod des österreichischen Kaisers und die verwandtschaftliche Beziehung des Hoch- und Deutschmeisters Erzherzog Eugen hinaus für Konsequenzen hatte, wird nicht unmittelbar evident und es bedarf eines gewissen historischen Rückgriffs, der 110 Jahre vor diesem Ereignis beginnt.

Der zum Jahreswechsel 1805/1806 geschlossene Vertrag von Pressburg beinhaltete in Paragraph XII einen Passus, der unmittelbar Existenz und Grundstruktur des Deutschen Ritterordens betraf. Der Orden mit all seinen Gütern wurde, etwas vereinfacht ausgedrückt, dem Kaiser von Österreich übertragen, Hochmeister sollte ein von ihm zu benennender Erzherzog sein. Kaiser Franz beließ seinen Bruder, den amtierenden Hoch- und Deutschmeister Erzherzog Anton Viktor, mittels Handschreiben vom Februar 1806 in dieser Funktion.


http://deutscher-orden.org/