Friday 30. September 2016
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Feierliche Professen in der tschechischen Ordensprovinz

17.09.2016

(c) Marcin ZaborowskiAm Samstag, 17. September 2016, haben zwei Brüder der Tschechischen Provinz des Deutschen Ordens,  Fr. Miroslav Váňa OT und Fr. Piotr Lewinski OT, in der Hl.-Kreuz Kapelle zu Troppau ihre feierliche Profess in die Hände des Hochmeisters abgelegt. An der liturgischen Feier haben auch Generalprokurator des Ordens P. Laurentius Meißner, weitere Ordens- und Diözesanpriester aus Tschechien, Deutschordensschwestern aus der Slowakei, viele Familiaren, Freunde und Angehörige der beiden Brüder teilgenommen. Für die musikalische Gestaltung der Feier hat sich der Chor des Troppauer Ordenskonservatoriums gesorgt.

Der Deutsche Orden als unmittelbares kaiserliches Lehen 1840-1918

Sonderausstellung in der Schatzkammer des Deutschen Ordens anlässlich des 100. Todestages von Kaiser Franz Joseph I

Was der Tod des greisen Monarchen Franz Joseph in den Abendstunden des 21. November 1916 für den Deutschen Ritterorden über die sicherlich auch in seinen Reihen vorhandene Trauer um den Tod des österreichischen Kaisers und die verwandtschaftliche Beziehung des Hoch- und Deutschmeisters Erzherzog Eugen hinaus für Konsequenzen hatte, wird nicht unmittelbar evident und es bedarf eines gewissen historischen Rückgriffs, der 110 Jahre vor diesem Ereignis beginnt.

Der zum Jahreswechsel 1805/1806 geschlossene Vertrag von Pressburg beinhaltete in Paragraph XII einen Passus, der unmittelbar Existenz und Grundstruktur des Deutschen Ritterordens betraf. Der Orden mit all seinen Gütern wurde, etwas vereinfacht ausgedrückt, dem Kaiser von Österreich übertragen, Hochmeister sollte ein von ihm zu benennender Erzherzog sein. Kaiser Franz beließ seinen Bruder, den amtierenden Hoch- und Deutschmeister Erzherzog Anton Viktor, mittels Handschreiben vom Februar 1806 in dieser Funktion.

800 Jahre Deutscher Orden in Ellingen

Eröffnung der Ausstellung zur landkomturlichen Residenz Ellingen

Als Kaiser Friedrich II. am 8. September 1216 das einige Jahrzehnte vorher gestiftete Hospital zu Ellingen den Brüdern vom Deutschen Haus übertrug, war damit zwar die Keimzelle für die spätere Landkommende der Ballei Franken geschaffen, aber es war zunächst eine Schenkung unter anderen. Im gleichen Jahr wurden dem Orden Hospitäler in Koblenz und Köln geschenkt, ebenso wie schon zuvor etwa Halle an der Saale (1200), Friesach (1203) oder Altenburg (1213). Man vertraute dem Orden diese Armen-, Pilger- und Krankeneinrichtungen an, weil er sich als Hospitalorden erste Verdienste erworben hatte und er, wie man heute sagen würde, über das nötige Knowhow verfügte. Wann genau Ellingen Landkommende, also Residenz des Landkomturs wurde, ist nicht ganz sicher, irgendwann in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts dürfte es diese Funktion erlangt haben. Das, womit der Deutsche Orden die Stadt bis heute am augenfälligsten prägt, sind die barocken Bauten wie Schloss, Rathaus und Pfarrkirche, die vor allem unter Landkomtur Freiherr von Hornstein, dessen Mumie in der Ellinger Mariahilfkapelle ruht, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden. Nachdem Ellingen 1789 dem von Mergentheim aus regierten Meistertum inkorporiert wurde, verlor es seinen Residenzstatus und wurde im Zuge der napoleonischen Umwälzungen und der Enteignung des Ordens schließlich 1815 Feldmarschall Fürst Wrede übertragen.

Professjubiläen in der deutschen Schwesternprovinz

07.08.2016

© Deutscher Orden„Guter Gott, ich danke dir, dass du mich berufen hast, den Weg der Nachfolge Christi zu gehen.“ Dank für Berufung und Nachfolge prägten die Feierlichkeiten aus Anlass der heurigen Professjubiläen in der Schwesternprovinz Deutschland. Vor 65 Jahren legten Sr. Irmengard Czech (Konvent Bad Alexandersbad), Sr. Maria-Immaculata Niederle, Sr. Gottfrieda Kolb (beide Provinzhaus Passau) sowie Sr. Anakleta Kolb (Konvent Köln) ihre ewigen Gelübde ab und versprachen damit auf Dauer, ihre persönliche Berufung als Schwester des Deutschen Ordens im Dienst an den Menschen zu entfalten und in den vielfältigen Einsatzbereichen der Schwestern durch ihr „helfen und heilen“ im Geiste der Ordensspiritualität zu wirken. „Ich bitte dich, erhalte mich in deiner Liebe und Treue,“ lautet auch ihr neben den erneuerten Gelübden vorgebrachtes Anliegen für die Zukunft, welches Sie vor dem Hochmeister, der Schwesterngemeinschaft, den anwesenden Familiaren und der versammelten Kirchengemeinde öffentlich bekundeten.

25 Jahre Deutschordenswerke

Brüderprovinz Deutschland

Deutscher Orden Ordenswerke, ALFRED SCHMIDTAls der Deutsche Orden 1990 sein 800-jähriges Bestehen feierte, entschieden sich die Brüder der Deutschen Provinz, ihr Ursprungscharisma, das HELFEN UND HEILEN, in die neue Zeit zu übersetzen: Und so legte der Orden mit der Eröffnung seiner ersten Einrichtung – der Wohn- und Pflegeeinrichtung Haus St. Anna in Raisdorf – den Grundstein für die in seinem Auftrag karitativ tätigen Ordenswerke.

Im Juli diesen Jahres feierten die Ordenswerke, die sich heute mit rund 2800 Mitarbeitern in bundesweit 53 Einrichtungen, 40 externen Wohnangeboten und 19 Diensten in den Fachbereichen Altenhilfe, Behindertenhilfe, Kinder-/Jugendhilfe und Suchthilfe engagieren, ihr 25-jähriges Bestehen.

Priesterweihe und Primiz in der Ballei Österreich

02.-03.07.2016

(c) www.vikariatsued.at„Und wenn du das Herz eines Menschen berührst, begegnest du Gott selbst!“

 

Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen empfing in der Deutschordenskirche St. Michael in Gumpoldskirchen am Samstag, dem 02. Juli, P. Piotr Rychel aus Gdynia (Gdingen) in Polen durch Handauflegung und Gebet des Bischofs von Eisenstadt, Dr. Ägidius J. Zsifkovics, die Priesterweihe. Mit dem Hochmeister des Deutschen Ordens, Dr. Bruno Platter, und dem Prior der Ballei Österreich, Prior P. Johannes Kellner, waren alle Brüder der Provinz gekommen, zudem Mitbrüder aus den Provinzen Deutschland, aus Tschechien, Südtirol und der Slowakei. Auch Ordensschwestern sowie Familiaren waren der Einladung von P. Piotr gefolgt.

 

"Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist"

Hochmeister spendet 2016 188 Jugendlichen das Sakrament der Firmung

 

Mit der am Samstag, 25. Juni, an 12 Mädchen und Burschen in Herrnbaumgarten bei Poysdorf gespendeten Firmung ging der diesjährige Reigen der von Hochmeister gespendeten Firmungen zu Ende. In monatelangen Vorbereitungen durch Gruppengespräche, Glaubensunterricht, Besinnungsveranstaltungen, Kennenlernen der Pfarrgemeinde und Mitgestaltung von Gottesdiensten wurden die Jugendlichen überall gründlich auf dieses Sakrament am Beginn des Jugendalters eingestimmt und vorbereitet. In seiner Ansprache vergaß der Hochmeister deshalb auch nie, den dabei engagierten Frauen, meist Pfarrgemeinderatsmitglieder aufrichtig für diesen wichtigen Dienst zu danken. Während die Firmlinge in Südtirol (Lana, Sarnthein) bei der Firmung meist 12 Jahre alt sind, werden sie in Österreich (Steyr, Schottenfeld, Herrnbaumgarten) in der Regel im Alter zwischen 14 und 16 Jahren gefirmt. In allen fünf Pfarren wurde die Firmung als ein großes und mit viel Liebe gestaltetes Glaubensfest ausgerichtet. Kirchenchor oder Jugendband gaben jeweils ihr Bestes und die Firmlinge waren in der Gestaltung der Liturgie bei Kyrie-Litanei, Fürbitten und Gabenbereitung eingebunden.

 

 


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